Prolight & Sound 2018 – BIERBLOG

Auch in diesem Jahr gibt es wieder den Prolight & Sound BIERBLOG.

In diesem Jahr werden wir vier Tage live und in Echtzeit vom besten Bier und den neuesten Produkten aus Licht, Bühne und Medientechnik bloggen.

Am 10.04.2018 um 9.30 Uhr geht es los. Reinschauen lohnt sich!

10:00 Einlass, es geht los! Auf der Suche nach dem ersten Bier.

Das erste Bier, Ulrichsbier der Brauerei Berg aus Berg und dazu die beiden Highlights von JB Lighting, der P18 LED Spot mit 1000 Watt Weißlicht LED und der Sparx 30 der große Bruder des Sparx 18 mit TwinZoom Optik für grandiose Effekte.

LMP spendiert dem Bierliebhaber ein gutes Pott’s Landbier mit schöner Malznote und seinen Litecraft Scheinwerfern einige Updates. Zoom Tubi für die HELD Profilscheinwerfer und eine Outdoorversion des beliebten BeamX.7.

LumenRadio präsentiert mit dem MoonLite einen neuen Empfänger, der auch per Bluetooth angesteuert und als DMX Tester hergenommen werden kann.

Bei ETC gibt es lecker Chiemseer Helles, die Alternative wenn es gerade kein Tegernseer gibt. Dazu ein neues Mitglied der ColorSource Serie mit weißer LED Bestückung. Die neuen Ion XE Pulte hatten ihre Premiere in Deutschland.

Bei Visionstage gab es verschiedene süffige polnische Biere in diversen Sprachen mit „Prost“ gelabelt. Von Portman gab es die neuen P3 Pix3l zu sehen, mit GDE einen neuen Hersteller von dimmbaren Weißlicht LED Lösungen mit Colorshift für den Theater und Architekturmarkt im Portfolio.

AC Lighting aus Großbritannien zeigt eine kompakte W-DMX Lösung auf auf Basis von LumenRadio. Die Empfänger können sowohl über Akku als auch über microUSB betrieben und der Sender über WiFi angefahren werden. Daneben zeigt Follow-Me ein erweiterbares Followspot System für Movinglights. Der Wein war für einen britischen Import recht gut.

Mit einer angenehmen Standparty ging der Tag dann zünftig zu Ende. Morgen geht es hier wieder weiter.

Bei Steinigke gibt es neben leckerem Würzburger Hofbräu Pils auch eine immer größer werdende Weißlicht LED Serie für den Theater und Studiobereich. Flächenleuchten, Fluter und Spots in 3200 und 6000 Kelvin mit hohem CRI über 90. Auch zwei neue LED Verfolger bis 600 Watt, ein 4×10 Watt Outdoor Akku Uplight oder eine Pixelbar für unglaubliche 79,00€ sind neu im Sortiment.

Heineken geht immer und dazu die neuen nachrüstbaren LED Ringe von Mapix. Einfach an Movinghead oder PAR angebaut und Spaß haben. Vorgefertigte Makros erlauben schon ab 6 Kanälen unendliche Möglichkeiten.

Bei Elation gibt es wie in jedem Jahr Heineken und wieder ein paar interessante Neuheiten. Seven Batten 72 ist eine Rampe mit 60x 25 Watt 7farb LEDs, darunter links der Proton Eclypse, 96x 10 Watt RGBW und 37.300 Lumen und kann in 12 Zonen angesteuert werden. Daneben der Cuepix 16IP mit 51° Abstrahlwinkel und RGBA Bestückung, ideal als Matrixblinder.

Der Elation Artiste Picasso ist der größte Spot der Artiste Reihe und überzeugt mit 620 Watt Weißlicht LED, Blendenschiebern und satten Farben.

Am Stand von Focon gab es neben leckerem Veltins viele Neuheiten zu sehen. Das Highlight waren definitiv die ChamSys QuickQ Pulte, welche eine super schnelle und einfache Bedienung mit hohem Spaßfaktor zum äußerst geringem Preis versprechen. Leider inzwischen auch Made in China, aber diese Qualität zum aufgerufenen Preis ist anders einfach nicht zu realisieren.

Zwei neue LED Spots mit weißer LED Quelle waren ebenfalls zu sehen. Hier hat Expolite mit dem SL 700 Spot eine 350 Watt Weißlicht Allzweckwaffe für den täglichen Bedarf geschaffen.

Die Expolite AkkuLED Serie wurde um die Modelle Tough 4 und 9 erweitert. Hoher Output und kompaktes Design im Outdoor Gewand machen Spaß.

Der Expolite TourCyc 540 kommt mit 36x 15 Watt RGBW LEDs und motorischem Zoom daher und kann sich hervorragend gegen die SGM P5 behaupten.

Auch das Weißlicht für den Messeeinsatz sowohl per DMX als auch in einer Version ohne DMX beim FLS 3CT konnten voll überzeugen. 3200K, 4000K, 5600K können über einen Drehpoti fix ausgewählt werden,

Die Expolite Tour-Stick Neo Serie überzeugt mit RGBAL Farbmischung sowohl im TV wie auch im Theater.

Der Expolite TourBlinder ist ein kleiner verdammt heller Kerl der mit seiner 100 Watt 3000K LED bei 60° Abstrahlwinkel einfach nur eins will: Ganz groß rauskommen.

Den Abend haben wir dann mit ordentlich Bier, Sambuka und Schweizer Birnen begossen.

Am nächsten Tag ging es bei Swisson natürlich gleich wieder mit Obst weiter, ist ja schließlich gesund. Die Swisson XSD-S3 Single Sinusdimmer sind das höchste der Gefühle wenn es um hervorragendes dimmen sämtlicher Lasten geht. 3kW Ausgangsleistung und RDM Unterstützung machen die kleinen Lasttiere zum perfekten Alltagsgerät.

Bei Resbig am Stand hat man deutsche Ingenieurskunst auf die Spitze getrieben. Neben Tschechischem nicht näher deklariertem Bier hat man es geschafft den Resbig Two jetzt auch mit Spannung und Signalführung auszurüsten, was es ermöglicht, U-Frames ohne weitere Verkabelung direkt zu nutzen.

Aber auch zum direkten Einbau in Bühnen oder als Ersatz für TV Zapfen ist der neue Verbinder Perfekt. Gerade im Theater oder in TV Studios bietet das System viele Möglichkeiten.

Das Bergische Landbier von Erzquell am Stand von CaseTec wurde nur noch von der vollständig schwarzen Kiste mit Hardware aus dem Hause Penn Elcom übertroffen. Noch unauffälliger geht kaum. Top Qualität Made in Germany seit fast 30 Jahren.

Am Stand von ETC High End Systems gab es den SolaFrame 3000 als Vorserienmodell zu sehen. 1000 Watt LED machen den etablierten Entladungslampen endgültig Konkurrenz. Das Licher ist wie so viele ein 0815 Industriebier der Bitburger Gruppe.

Bei Lumen Radio gab es dann auch noch das 10 jährige Jubiläum zu feiern, dazu zwei schwedische Biere, wobei das Elkbrew ein ernst zunehmendes Starkbier ist. Die dazu gereichten Cracker waren leider ungenießbar.

Dieses Jahr gab es wieder ausreichend Pils bei GLP, lecker, süffig, im impression Glas, auf einem leuchtenden Bierdeckel serviert. Dazu gab es einige interessante Neuheiten. Mit einem Hard und Software Upgrade lässt sich nun aus dem impression X4 XL ein kompakter, superheller Followspot bauen. Funktioniert hervorragend und lässt sich erstaunlich gut bedienen.

Die GLP KNV Module gibt es in zwei Ausführungen als Quadratisches und als 45° Bogensegment. 50.000 Lumen Output und 5×5 30 Watt Pixel, umgeben von einem RGB Ring machen den KNV zu einem interessanten Wash-Blind-Strobe.

Mit dem impression FR1 hat GLP einen 60 Watt Beam Wash gebaut welcher sicher in Massen den Markt überschwemmen dürfte. Eine kleine agile Lampe mit schönem Beam und schneller 360° Rotation.

 

Das war es dann auch für dieses Jahr wieder, jetzt wird erst mal ausgeschlafen und die Leber darf sich wieder ein wenig erholen.

Bis zum nächsten Jahr.

Wie beleuchtet man (k)ein Auto?

PKW auf dem Messestand eines tschechischen Herstellers mit „Showcar Lack“

Ich halte es für die Königsdisziplin ein Auto ordentlich auszuleuchten. Warum?

Ein Hersteller investiert Millionen Euro in einen neuen Lack. Dieser soll auf Messen und Ausstellungen welche in der Regel in geschlossenen Gebäuden stattfinden möglichst realistisch aussehen, so wie später auch auf der Straße.

Schlecht ausgeleuchtete Fahrzeuge sehen nicht nur schlecht aus, es kann im Schlimmsten Fall auch zu empfindlichen Rechnungskürzungen durch den Auftraggeber führen. Bei entsprechenden Projekten geht es hier schnell um einige 10.000€.

Viele Lacke werden auch speziell für Messen entwickelt um dort besonders aufzufallen. Diese werden später im Verkauf nicht mehr angeboten.

Immer wieder sehe ich auf Verbrauchermessen, in Autohäusern oder auf Veranstaltungen wie Autos grottig schlecht beleuchtet werden. Oftmals werden solche Ausstellungen vom landläufig „Garagenverleiher“ genannten Dienstleister betreut. Dieser hat selten die richtigen Zutaten um eine solche Aufgabe ordentlich zu erfüllen.

Was gilt es also bei Fahrzeugbeleuchtung zu beachten?

Zu aller erst sollte man zwei Grundlagen kennen. Die Sonne liefert nahezu unbegrenzt Licht. Je nach Sonnenstand oder Bewölkung sind das 20.000 bis 200.000 Lux. Zum vergleich: Ein Büroarbeitsplatz sollte mit etwa 500 Lux auf Tischhöhe beleuchtet sein.

Der zweite wichtige Faktor ist die Farbtemperatur. Kunstlicht wie zum Beispiel PAR Scheinwerfer haben eine im Gegensatz zum Tageslicht stark nach rot verschobene Farbtemperatur. Dies sorgt dafür, dass die Lackfarben deutlich verfälscht werden.

Grafik ausgeliehen vom Lichturgestein Herbert Bernstädt http://hbernstaedt.de

Auch bei LED Scheinwerfern welche das weiße Licht durch Farbmischung erzeugen muss man vorsichtig sein. Bei RGB Scheinwerfern liefern die drei Mischfarben jeweils nur einen sehr schmalen Spektralbereich mit großen Lücken. Es fehlen also zur realistischen Farbdarstellung von vornherein wichtige Zutaten im Licht. Je mehr Grundfarben in einem LED-Scheinwerfer für die Farbmischung verantwortlich sind, desto besser ist die Farbwiedergabe. Hierfür werden inzwischen zum Beispiel rot, zwei blautöne, zwei grüntöne, warm sowie kalt weiß und bernsteinfarbene LEDs verbaut. Mischfarben aus solchen Scheinwerfern bieten einen hohen Farbwiedergabeindex von teilweise deutlich über 90.

Auf Messen werden Fahrzeuge in der Regel mit Entladungslampen beleuchtet. Diese meist HMI Brenner liefern einen hohen Lichtstrom und eine dem Tageslicht ähnliche Farbtemperatur von 6000K. Die Helligkeit direkt am Fahrzeug gemessen sollte meiner Meinung nach mindestens 7000 Lux betragen. Einige Hersteller leuchten sogar mit bis zu 15.000 Lux.

Welche Scheinwerfer sind geeignet?

Sehr niedrige Lichtpunkthöhe erfordert kleinere Scheinwerfer mit großem Fokusbereich.

Nun gibt es die Möglichkeit einen PAR 64 oder herkömmliche Stufenlinsen mit zum Beispiel LEE 201 Filtern in Tageslicht zu konvertieren. Dazu sollte man wissen, dass bis zu 70% der Leistung im roten Farbspektrum verloren gehen. Das ist bei 1000 Watt je Scheinwerfer nicht gerade grün, kann aber eine Notlösung sein.

Wie wird es also im Idealfall gemacht? DIE Lösung gibt es nicht, es werden jedoch tatsächlich nicht all zu viele Scheinwerfertypen verwendet.

Meine persönlichen Favoriten sind folgende:

  • ARRISUN Event 5 / 12
  • Martin MAC Viper Perf.
  • Martin MAC 2000 Wash XB
  • JB Lighting A8 / A12
  • Robe Robin 800

Welcher Scheinwerfer wann zum Einsatz kommt ist selbstverständlich von weiteren Faktoren wie Höhe des Rigs oder Distanz zum Fahrzeug abhängig.

Wie viele Scheinwerfer zum Einsatz kommen ist auch wieder von Leistung und zu erreichender Helligkeit abhängig. Das Fahrzeug sollte jedoch von oben und von allen Seiten beleuchtet werden. Mindestens 9 Scheinwerfer sollten es für ein gleichmäßiges Ergebnis schon sein.

Mindestanforderung beim Einsatz von Arrisun 5 Event bei 5m Lichtpunkthöhe